Innovationen | 18.02.2026
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist ein zentraler Baustein der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Sie ermöglicht es Versicherten, alle wichtigen Gesundheitsdaten sicher an einem Ort zu speichern und bei Bedarf schnell abzurufen. Für Krankenkassen wie uns steht die Verbesserung der Versorgung, Informationstransparenz und Sicherheit der Versicherten im Vordergrund – und genau hier setzt die ePA an.
Die ePA ist eine digitale Akte, die medizinische Informationen wie Befunde, Diagnosen, Arztbriefe, Medikationspläne und Laborwerte zusammenführt – und zwar digital, sicher und jederzeit abrufbar. Sie ersetzt nicht die vollständige Praxisdokumentation, sondern bündelt für Sie alle relevanten Daten zentral. In Deutschland wird die ePA seit dem 15. Januar 2025 automatisch für gesetzlich Versicherte eingerichtet, sofern kein Opt-Out* erfolgt.
🤓 *Opt-out bedeutet
Sie machen automatisch mit – außer Sie sagen Nein.
Im Zusammenhang mit der ePA heißt das ganz konkret:
Wichtig zu wissen:
Versicherte entscheiden selbst, welche Daten gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf – zum Beispiel Ärzt:innen, Therapeut:innen oder Apotheker:innen. Die Zugriffsrechte lassen sich individuell steuern.
1. Besserer Überblick über Ihre Gesundheit
Mit der ePA haben Sie Ihre Gesundheitsdaten jederzeit im Blick – sei es auf dem Smartphone, Tablet oder Computer. Langwierige Papierakten und verlorene Befunde gehören der Vergangenheit an.
2. Verbesserte ärztliche Versorgung
Wenn Ihre behandelnden Ärzt:innen auf vollständige und aktuelle Daten zugreifen können, lassen sich Doppeluntersuchungen vermeiden, Behandlungsentscheidungen beschleunigen und Medikationsfehler reduzieren. Das erhöht die Qualität Ihrer Versorgung und spart Zeit.
3. Mobilität und Flexibilität
Egal, wo Sie sich medizinisch behandeln lassen – in einer anderen Stadt, Klinik oder Praxis: Die ePA ermöglicht ortsunabhängigen Zugriff auf Ihre Gesundheitsdaten, wenn Sie das möchten.
4. Datensicherheit und Kontrolle
Ihre Daten werden verschlüsselt in Deutschland gespeichert und unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen. Nur Sie bestimmen, wer auf welche Informationen zugreifen darf – und Sie können Zugriffe jederzeit widerrufen.
Trotz der Chancen gibt es auch Bedenken, zum Beispiel hinsichtlich Datenschutz und Datenmissbrauch. Viele Menschen sorgen sich, dass sensible Gesundheitsinformationen in falsche Hände geraten könnten oder dass der technische Zugriff zu kompliziert sei. Solche Ängste sind ernst zu nehmen und zeigen, wie wichtig gute Aufklärung und transparente Sicherheitsmaßnahmen sind.
Denn fest steht: Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Versicherte können der Einrichtung widersprechen (Opt-Out) oder einzelne Daten für bestimmte Leistungserbringer sperren.
Die ePA ist ein zukunftsweisendes Instrument, das Ihre Gesundheitsversorgung sicherer, transparenter und effizienter machen kann. Sie vereinfacht den Datenaustausch zwischen Ihnen und den medizinischen Fachkräften, stärkt Ihre Selbstbestimmung über Ihre Gesundheitsdaten und bietet einen echten Mehrwert – sowohl für Ihre Versorgung als auch für das Gesundheitssystem insgesamt.
Wir als Krankenkasse unterstützen Sie.
Auf unserer Website erhalten Sie alle wichtigen Inhalte zur ePA sowie die Downloadinformationen von uns für Sie bereitgestellt
>> Alle Informationen zur ePA erhalten Sie auf unserer Website.
Quellen & weiterführende URLs zu den genannten Zahlen und Fakten
Q&A – 5 Fragen zum Thema ePA im Überblick
Die ePA (elektronische Patientenakte) ist eine digitale Sammelstelle für Ihre persönlichen Gesundheitsdaten. Dazu gehören unter anderem Arztbriefe, Befunde, Diagnosen, Medikationspläne oder Impfungen. Ziel der ePA ist es, medizinische Informationen übersichtlich, sicher und jederzeit verfügbar zu machen – für Sie und für die Behandlung durch medizinisches Fachpersonal.
Der größte Nutzen der ePA liegt in der besseren Übersicht und einer verbesserten medizinischen Versorgung. Ärztinnen und Ärzte können – mit Ihrer Zustimmung – schneller auf relevante Informationen zugreifen. Das hilft, Doppeluntersuchungen zu vermeiden, Therapien besser abzustimmen und Risiken wie Wechselwirkungen von Medikamenten zu reduzieren.
Der größte Nutzen der ePA liegt in der besseren Übersicht und einer verbesserten medizinischen Versorgung. Ärztinnen und Ärzte können – mit Ihrer Zustimmung – schneller auf relevante Informationen zugreifen. Das hilft, Doppeluntersuchungen zu vermeiden, Therapien besser abzustimmen und Risiken wie Wechselwirkungen von Medikamenten zu reduzieren.
Nein. Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Zwar wird die ePA automatisch für gesetzlich Versicherte angelegt, Sie können dem aber widersprechen (Opt-Out). Auch wenn Sie die ePA nutzen, entscheiden Sie jederzeit selbst, welche Daten gespeichert werden und wer darauf Zugriff erhält.
Datensicherheit hat bei der ePA höchste Priorität. Ihre Gesundheitsdaten werden verschlüsselt gespeichert und unterliegen strengen gesetzlichen Datenschutzvorgaben. Nur Sie bestimmen, wer Ihre Daten sehen darf. Zugriffsrechte können individuell vergeben, eingeschränkt oder wieder entzogen werden – das nimmt vielen Versicherten berechtigte Ängste.
Ein kleines Stück unnützes Wissen mit praktischem Wert: Sie können auch selbst Dokumente in Ihre ePA hochladen – zum Beispiel ältere Befunde oder Berichte aus Reha-Maßnahmen. Außerdem können Sie Vertrauenspersonen benennen, die Sie bei der Verwaltung Ihrer ePA unterstützen, etwa Angehörige oder Pflegepersonen.
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