Gesundheit | 15.10.2026
In den kälteren Monaten, wenn die Temperaturen sinken und wir wieder mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, haben Atemwegsinfektionen ein leichteres Spiel. Husten, Schnupfen und Halsschmerzen gehören für viele Menschen zur kalten Jahreszeit. Doch nicht hinter jedem Infekt steckt gleich eine Grippe. Während eine Erkältung meist schleichend beginnt und häufig milder verläuft, kann eine echte Influenza plötzlich einsetzen und den Körper deutlich stärker belasten.
Mit der richtigen Prävention lässt sich das persönliche Ansteckungsrisiko reduzieren. Dazu gehören neben Hygienemaßnahmen und rücksichtsvollem Verhalten auch die Grippeschutzimpfung für Personen, für die sie empfohlen wird. Gleichzeitig unterstützen Schlaf, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung die allgemeine Gesundheit.
Die echte Grippe, medizinisch Influenza genannt, wird durch Influenzaviren verursacht. Übertragen werden die Viren vor allem über Atemwegssekrete und Partikel, die beispielsweise beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen freigesetzt werden. Auch eine Übertragung über die Hände und anschließend über die Schleimhäute von Mund oder Nase ist möglich.
Typische Symptome einer Influenza sind ein plötzliches Krankheitsgefühl, Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Doch nicht jede Infektion verläuft gleich. Manche Menschen entwickeln nur leichte Beschwerden oder bleiben sogar ohne erkennbare Krankheitszeichen. Besonders für ältere Menschen sowie Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen kann eine Influenza mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen verbunden sein.
Eine gute Prävention ist wichtig. Sie schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern reduziert auch das Risiko einer Ansteckung und Weitergabe und trägt somit zum Schutz anderer Menschen bei.
Grippe und Erkältung werden häufig gleichgesetzt. Medizinisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Erkrankungen. Eine Erkältung kann durch zahlreiche verschiedene Viren ausgelöst werden und entwickelt sich häufig eher langsam. Typische Symptome sind beispielsweise Schnupfen, Halskratzen und Husten.
Eine Influenza beginnt dagegen häufig plötzlich. Innerhalb kurzer Zeit können sich ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockener Husten entwickeln. Dennoch lässt sich allein anhand der Symptome nicht in jedem Fall sicher feststellen, welcher Erreger für eine Atemwegserkrankung verantwortlich ist.
Wer starke Beschwerden hat, zu einer Risikogruppe gehört oder feststellt, dass sich die Beschwerden verschlechtern oder sich nicht bessern, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen.
Einfache Gewohnheiten können dabei helfen, die Verbreitung von Atemwegserregern einzudämmen. Dazu gehört regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Ebenso sinnvoll ist es, möglichst nicht mit ungewaschenen Händen Mund, Nase oder Augen zu berühren.
Wer hustet oder niest, sollte sich von anderen Personen abwenden und am besten ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. Wenn sich mehrere Menschen gemeinsam in Innenräumen aufhalten, sollte regelmäßig gelüftet werden.
Bei Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion ist zudem Rücksicht gefragt. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, bei einer akuten Atemwegsinfektion für einige Tage und bis zu einer deutlichen Besserung zu Hause zu bleiben und direkte Kontakte, insbesondere zu Menschen mit einem höheren Risiko für schwere Krankheitsverläufe, möglichst zu vermeiden.
Die Grippeschutzimpfung ist die wichtigste spezifische Maßnahme zur Prävention einer Influenza. Da sich die zirkulierenden Influenzaviren verändern können, wird die Zusammensetzung des Impfstoffs regelmäßig angepasst.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die saisonale Influenza-Impfung insbesondere bestimmten Personengruppen. Dazu zählen unter anderem ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit bestimmten chronischen Grunderkrankungen. Auch für Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko kann eine Impfempfehlung bestehen.
Wichtig zu wissen ist, dass eine Impfung keinen vollständigen Schutz vor der Grippe bietet. Sie kann jedoch das Risiko einer Erkrankung beziehungsweise eines schweren Verlaufs reduzieren. Ob und welche Impfung im persönlichen Fall sinnvoll ist, kann mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Neben den konkreten Schutzmaßnahmen lohnt sich ein Blick auf die allgemeine Gesundheit. Ein gesunder Lebensstil kann zwar eine Infektion mit Influenzaviren oder Erkältungsviren nicht zuverlässig verhindern, unterstützt aber wichtige Funktionen des Körpers und des Immunsystems. Dazu gehört ausreichend Schlaf. Während wir schlafen, laufen zahlreiche Regenerations- und Regulationsprozesse im Körper ab. Auch eine regelmäßige Bewegung unterstützt die Gesundheit. Spaziergänge, Radfahren oder andere moderate Aktivitäten lassen sich häufig unkompliziert in den Alltag integrieren. Ebenso wichtig ist eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und weitere nährstoffreiche Lebensmittel versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Einzelne Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel bieten allerdings keinen garantierten Schutz vor Grippe oder Erkältung.
Nicht jede Erkältung erfordert einen Besuch in der Arztpraxis. Bei einer Grippe können die Beschwerden jedoch deutlich ausgeprägter sein. Ärztlicher Rat ist insbesondere sinnvoll, wenn sich Symptome verschlechtern oder nicht bessern. Auch Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf sollten Beschwerden frühzeitig medizinisch abklären lassen. Bei starken Beschwerden wie ausgeprägter Atemnot, erheblichen Kreislaufproblemen oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands sollte zeitnah medizinische Hilfe gesucht werden.
Wichtig ist außerdem: Antibiotika wirken nicht gegen Influenzaviren. Sie kommen nur infrage, wenn eine Ärztin oder ein Arzt eine entsprechende bakterielle Infektion feststellt und eine Behandlung mit Antibiotika medizinisch angezeigt ist.
Eine einzelne Maßnahme kann Atemwegsinfektionen nicht vollständig verhindern. Mehrere sinnvolle Verhaltensweisen können sich jedoch ergänzen: auf Handhygiene achten, bei Krankheit Abstand halten, Innenräume regelmäßig lüften und empfohlene Impfungen wahrnehmen.
Wer zudem auf ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung achtet, schafft gute Voraussetzungen für die eigene Gesundheit.
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Robert Koch-Institut (RKI):
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Influenza/FAQ_Liste.html
https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Influenza_saisonal.html
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html
Zur Prävention einer Grippe gehören verschiedene Maßnahmen. Dazu zählen die saisonale Grippeschutzimpfung für Personen mit entsprechender Impfempfehlung, regelmäßiges Händewaschen, rücksichtsvolles Husten und Niesen sowie das Vermeiden enger Kontakte bei akuten Atemwegsinfektionen. Regelmäßiges Lüften und ein gesundheitsbewusster Alltag ergänzen die Vorsorge.
Eine Grippe beginnt häufig plötzlich und kann mit Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Kopf- und Muskelschmerzen sowie trockenem Husten einhergehen. Eine Erkältung entwickelt sich meist langsamer und äußert sich häufig durch Schnupfen, Halsbeschwerden und Husten. Anhand der Symptome allein ist eine sichere Unterscheidung allerdings nicht immer möglich.
Ja. Die Grippeschutzimpfung gilt als wichtigste spezifische Maßnahme zur Prävention einer Influenza. Sie bietet keinen vollständigen Schutz, kann aber das Risiko einer Erkrankung beziehungsweise eines schweren Krankheitsverlaufs reduzieren. Die STIKO empfiehlt die Impfung insbesondere bestimmten Personengruppen mit erhöhtem Risiko.
Typische Symptome einer Grippe sind ein plötzliches starkes Krankheitsgefühl, Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Eine Influenza kann jedoch auch milder oder ohne typische Beschwerden verlaufen.
Neben Maßnahmen zur Prävention von Infektionen unterstützen ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung die allgemeine Gesundheit. Bei akuten Atemwegssymptomen sollte außerdem auf Kontakte zu anderen Menschen, insbesondere zu Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe, möglichst verzichtet werden.
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